Biedensandschule Lampertheim

Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und regionales Beratungs- und Förderzentrum des Kreises Bergstraße

 

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Biedensandschule Lampertheim
Biedensandschule Lampertheim

Leitfaden für die Berufsorientierungsstufe

Liebe Eltern, liebe Sorgeberechtigte,

 

dieser Leitfaden informiert Eltern und Schülerinnen und Schüler gleichermaßen über das Berufsorientierungskonzept der Biedensandschule.

Hier erfahren Sie, was von allen Beteiligten erwartet bzw. verlangt wird, damit ihr Kind den Berufsorientierten Abschluss erreicht. 

 

Wozu ist der Berufsorientierte Abschluss gut?

 

Bisher haben nur wenige Schülerinnen und Schüler den direkten Übergang von unserer Schule in eine betriebliche Ausbildung geschafft. Oft folgte dem Schulabschluss an der Biedensandschule die zehnte Klasse an der Berufsschule. Anschließend gelang es aber auch nur wenigen Schülerinnen und Schülern sofort eine Ausbildung zu beginnen. Manchmal konnte kein geeigneter Betrieb gefunden werden, meistens fehlte aber den Schülerinnen und Schülern eine ausreichende Berufs-orientierung.

 

Seit dem Schuljahr 2007/2008 haben wir durch die Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern den Praxisklassen die Erfahrung gemacht, dass sich dieser Übergang erheblich verbessern lässt, wenn wir

  • die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus intensivieren,
  • gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ihr Verhalten und ihre Erfahrungen reflektieren,
  • in der Schule und Zuhause die Jugendlichen konsequent zu Eigenverantwortung erziehen, d. h.
  • Pünktlichkeit, angemessenes Verhalten, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit ständig weiterentwickeln.

 

Deshalb haben wir für die Berufsorientierungsstufe das erfolgreiche Konzept der Praxisklasse z. T. auf die Klassenstufen BO1 bis BO4 unserer Schule übertragen. Unsere Arbeit mit Ihrem Kind hat deshalb einen neuen Schwerpunkt: „Berufsvorbereitung und Berufsorientierung“. Darunter verstehen wir, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler bei der aktiven Auseinandersetzung mit der Berufs- und Arbeitswelt“ unterstützen.

 

Diese Auseinandersetzung mit der Berufs- und Arbeitswelt ist für unsere Schülerinnen und Schüler ein schwieriger und fast immer mehrjähriger Prozess, bei dem Ihr Kind aber unbedingt auch Ihre Unterstützung benötigt.

 

Bessere Voraussetzungen für Ihr Kind erreichen wir dadurch, dass Sie und wir gemeinsam mit Ihrem Kind die Berufsorientierung Ihres Kindes begleiten und die erforderlichen Schritte zur Berufsreife konsequent fordern.

Besonderen Wert legen wir auf die Förderung der u.g. Schlüsselqualifikationen. Deshalb erwarten und verlangen wir in allen Unterrichtsfächern von Ihrem Kind in den drei letzten Schuljahren ein zunehmend verantwortlicheres Verhalten, das sich vor allem daran orientiert, was ein Betrieb von einem Auszubildenden erwartet.

Die genannten Schlüsselqualifikationen (was man in jedem Betrieb braucht, um erfolgreich mitzuarbeiten), u. a. Pünktlichkeit, angemessenes Verhalten, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit erwerben junge Menschen gewöhnlich nicht auf Ansage. Sie müssen erlebt, beobachtet, eingeübt und bestätigt werden. Dieses Ziel verfolgen wir im BO-Unterricht und zunehmend auch in anderen Fächern.

 

Welche Auswirkungen haben diese Änderungen für die Zeugnisse und den Schulabschluss Ihres Kindes?

 

Zeugnisse:

Wenn Ihr Kind bereits im zurückliegenden Schuljahr in der 7. oder 8. Klasse war, haben Sie gesehen, dass sich die Zeugnisse verändert haben.

 

Sie finden jetzt das Fach Berufsorientierung mit einer Note und einer kurzen Beschreibung der Entwicklung Ihres Kindes im Zeugnis. Die Note umfasst das, was Ihr Kind im Verlauf des Schuljahres an Leistungen gezeigt hat, aber auch seine Fortschritte in der Schule und im Betrieb.

 

Berufsorientierter Schulabschluss:

 

  • In den Fächern Deutsch, Mathematik, Arbeitslehre und Berufsorientierung sowie in der Teamorientierten Projektprüfung müssen Schülerinnen und Schüler mindestens die Note „ausreichend“ erreichen.

 

  • Die Note „mangelhaft“ in einem der Fächer D, M, AL, kann durch mindestens „befriedigende“ Leistungen im Fach BO oder in der Teamorientierten Projektprüfung ausgeglichen werden.

 

  • Die Note „mangelhaft“ in der Projektprüfung kann durch die Note „befriedigend“  (oder besser) im Fach BO oder durch die Note „befriedigend“  (oder besser) in zwei der drei Fächer D, M, AL ausgeglichen werden.

 

  • Die Note „mangelhaft“  (oder schlechter) im Fach BO* kann nicht ausgeglichen werden und führt ohne Berücksichtigung aller anderen Noten zu keinem Abschluss.                
    In der BO-Note werden folgende Leistungen der Schülerinnen und Schüler  bewertet:
    1. Leistungen bezüglich der Inhalte des Faches
    2. Leistungen hinsichtlich der Reflexion der betrieblichen Praxis
    3. ihre/seine Entwicklung im Bereich der Schlüsselqualifikationen
    4. Leistungen bei der Erstellung der Praktikumsmappen,
    5. ihr/sein Arbeits- und Sozialverhalten sowohl in der Schule als auch im Betrieb

 

Organisation des BO Konzepts im Überblick
Konzept Berufsorientierung.pdf
PDF-Dokument [34.6 KB]

 

Was bedeutet BO in der Klasse BO1?

 

In Klasse BO1 beginnen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern mit der Berufsorientierung.

Ziel der dieser Klasse ist es, Schülerinnen und Schüler

  • mit verschiedenen Berufsbildern vertraut zu machen
  • ihnen (wenn möglich) einzelne Betriebe zu zeigen
  • mit ihnen den Prozess der aktiven Auseinandersetzung mit ihren eigenen Stärken und Schwächen und
  • mit ihren Interessen und Neigungen zu beginnen
  • Projekte mit beruflichem Bezug anzubieten

damit sie berufliche Interessen und Eignungen erkennen lernen und eine erste Orientierung in der Berufs- und Arbeitswelt erfahren.

 

Während der Unterrichtszeit gehören dazu:

  • wöchentlich 3 Stunden Arbeitslehre (AL)
  • die mehrtägige Potentialanalyse im BBW im zweiten Halbjahr (Schülerinnen und Schüler erproben ihre Fähigkeiten und erhalten Rückmeldungen über ihre persönlichen Stärken und Schwächen) soweit dieses Angebot vom BBW besteht
  • das neue Hauptfach Berufsorientierung (BO), in dem Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend Schlüsselqualifikationen kennen lernen und mit ihnen konfrontiert werden
  • die Arbeit mit dem BerufsWahlPass
  • Erarbeitung und Vortrag erster (kurzer) Referate

  

Zu Hause können Sie die Fortschritte ihres Kindes durch geduldige Gespräche, vor allem aber durch Ihr Interesse an seinen neuen Erkenntnissen fördern. Wenn Sie auch zu Hause konsequent Verantwortungsübernahme Ihres Kindes einfordern, können Sie die Entwicklung berufsrelevanter Fähigkeiten unterstützen.

 

Für Sie, liebe Eltern, ist mindestens ein Lehrer-Eltern-Schülergespräch (am Ende des ersten Halbjahres) verpflichtend. Dabei möchten wir mit Ihnen und Ihrem Kind unsere Erfahrungen, Beobachtungen und Erwartungen austauschen und die nächsten Ent-wicklungsziele in der BO festlegen.

 

Was bedeutet BO in der Klasse BO2?

 

In dieser Klassenstufe sammeln unsere Schülerinnen und Schüler erste eigene Erfahrungen in einem Praktikum im BBW und in einem ersten Betriebspraktikum im zweiten Halbjahr.

Sie lernen die Berufs- und Arbeitswelt an einer betrieblichen Arbeitsstätte durch aktive Mitarbeit im betrieblichen Alltag kennen.

Sie erproben und entwickeln ihre eigene Leistungsfähigkeit an außerschulischen Lernorten.

Sie erleben die Beurteilung ihrer Leistungen durch die Betriebe und lernen darüber zu berichten und sich damit auseinander zu setzen.

Ziel des BO-Unterrichts und der Zusammenarbeit von Lehrkraft und Erziehungsberechtigten ist, dass die Schülerinnen und Schüler eine zunehmend differenzierte Berufsorientierung entwickeln.

 

In der Schulewird die Arbeit mit dem Berufswahlpass fortgesetzt:

·        Persönliche Daten werden gesammelt und verwaltet

·        Praktikumsberichte werden geschrieben

·        Interessentest (BerufeUniversum) wird durchgeführt

·        Kurzbewerbungen für Praktika werden erstellt

·        Referate werden geübt und kleinere Projekte werden durchgeführt

 

 

Die eingeführten Schlüsselqualifikationen werden erweitert und vertieft (fördern und fordern). Situationen des beruflichen Alltags werden besprochen und z.B. in Rollenspielen erprobt. Die Reflexion der betrieblichen Praxis dient der Übung des mündlichen Berichtens und der Auseinandersetzung mit der Frage nach dem geeigneten Beruf. Selbst- und Fremdeinschätzung zu den persönlichen Stärken und Schwächen werden geübt. Defizite, die einer betrieblichen Ausbildung im Wege stehen, werden benannt und wenn möglich im gemeinsamen Bemühen von Lehrkraft, Erziehungsberechtigtem und ggf. betrieblichem Anleiter bearbeitet.

 

Außerhalb unserer Schule sind während der Klasse BO2 folgende berufsvorbereitende Aktivitäten fest eingeplant:

·       Arbeitslehreunterricht findet an der ESS und an der BSL statt.

·       Im ersten Halbjahr ist die erste Arbeitserprobung in den „Werkstatttagen“ im BBW vorgesehen.

·       Im zweiten Halbjahr wird das 1. Betriebspraktikum vorbereitet und durchgeführt.

·       Erfahrungsaustausch und Reflexion schließen sich an.

·       Eine Betriebserkundung und ein Besuch beim Tag der offenen Tür des BBZ in Bensheim sind vorgesehen.

 

Verpflichtend für die Erziehungsberechtigten unserer BO2 ist:

·        die Teilnahme an mindestens einem Lehrer-Eltern-Schülergespräche zum Ende des ersten Halbjahres

·        die Teilnahme am allgemeinen Elternabend durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit

·        ein zweites Lehrer-Eltern-Schülergespräch ist immer dann verpflichtend, wenn die Leistungen im Fach BO nicht ausreichend sind.

 

 

Was bedeutet BO in der Klasse BO3 ?

 

Im Jahr ihres Schulabschlusses sollen Schülerinnen und Schüler zu einem vorläufigen Ende ihrer Berufsorientierung gelangen und – wann immer möglich – eine Berufsentscheidung treffen.

 

Dazu stellt die Biedensandschule folgende Hilfen bereit.

 

In der Schule

·       wird weiter mit dem Berufswahlpass gearbeitet

·       werden (soweit möglich!) vollständige Bewerbungsmappen erstellt

·       wird der Eignungstest „BerufeUniversum“ durchgeführt und mit den Schülerinnen und Schülern reflektiert

·       wird die individuelle Entwicklung der Schlüsselqualifikationen kritisch begleitet

·       wird die Jobbörse als Hilfsmittel bei der Suche nach Ausbildungsbetrieben genutzt

·       wird ein Klassenprojekt vorbereitet und durchgeführt

·       wird die Teamorientierte Projektprüfung (als wesentlicher Abschlussbestandteil) vorbereitet und durchgeführt

·       werden 2. und 3. Betriebspraktikum vor- und nachbereitet

·       sind Reflexion der betrieblichen und schulischen Praxis Teil des Unterrichts

 

 

Außerhalb unserer Schule sind während der BO3 folgende berufsvorbereitende Aktivitäten fest eingeplant:

·       Arbeitslehreunterricht an der ESS findet nur in Ausnahmefällen (z.B. im Schuljahr 2013/14) statt.

·       Pro Halbjahr wird je ein Betriebspraktikum vorbereitet und durchgeführt.

·       Kontinuierliche Praxistage sollen sich bei geeigneten Schülerinnen und Schülern anschließen.

·       Erfahrungsaustausch und Reflexion zielen auf die individuelle Berufswahl möglichst vieler Schülerinnen und Schüler.

 

Verpflichtend für die Erziehungsberechtigten unserer Abschlussklasse sind:

·       die Teilnahme an mindestens einem Lehrer-Eltern-Schülergespräche zum Ende des ersten Halbjahres

·       die Teilnahme an den zwei individuellen Berufsberatungsgesprächen durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit

·       ein zweites Lehrer-Eltern-Schülergespräch ist immer dann verpflichtend, wenn ein zehntes Schulbesuchsjahr der Schülerin oder des Schülers geplant ist oder der Abschluss gefährdet erscheint

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